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Chaku-Chaku – Arbeitsorganisationsmodell zur Produktivitätssteigerung

Chaku-Chaku ist ein Arbeitsorganisationsmodell, dessen Bezeichnung dem Japanischen entnommen wurde und sich auf Deutsch wörtlich mit „laden, laden“ übersetzen lässt. Alternativ wird hierzulande häufig auch die Bezeichnung „Fließprinzip“ verwendet. Arbeitsorganisationsmodelle wie die Chaku-Chaku-Linie haben in der Industrie den Anspruch eine größere Standardisierung sowie eine verbesserte Prozesskontrolle zu erreichen. Hieraus soll sich langfristig eine Produktivitätssteigerung in Kombination mit einem Anwachsen der Gewinnmarge ergeben. Chaku-Chaku kann als Erweiterung oder Weiterentwicklung zum One-Piece-Flow-Modell verstanden werden.

Hinter Chaku-Chaku verbirgt sich ein Modell der Fließ- und Reihenproduktion, bei dem es darum geht sämtliche Arbeitsplätze, die für die Herstellung eines Produkts benötigt werden, so aufzustellen, dass zwischen ihnen minimal kurze Wege bestehen. Auf diese Weise  ergibt sich häufig eine Aufstellung der Arbeitsstationen, die mit Blick auf die Form an ein U oder ein Omega erinnert. Dank dieser Aufstellung wird es möglich, dass ein einzelner Mitarbeiter mehrere Maschinen bzw. Arbeitsstationen gleichzeitig bzw. parallel bedient. Er ist hierbei in der Regel lediglich für das Be- und Entladen der jeweiligen Maschinen sowie für den Transport der Produkte von einer Station zur nächsten verantwortlich. Die Maschine selbst erledigt ihre Aufgabe ohne das Zutun des Mitarbeiters. Je nach Komplexität ist es möglich eine Chaku-Chaku-Linie auch mit mehreren Mitarbeitern zu bestücken, denen jeweils einzelne Aufgabenbereiche zugeordnet werden. In der Praxis haben sich Modelle des Chaku-Chaku mit ein bis drei Arbeitskräften als erfolgreich realisierbar erwiesen.

Wo liegen potentielle Vorteile von Chaku-Chaku?

Durch den Verzicht auf lange Transportwege zwischen einzelnen Arbeitsstationen werden Zeitverluste bei der Herstellung eines Produkts minimiert. Gleichzeitig werden teure und komplexe Verkettungsmaschinen obsolet. Diese müssen nicht nur nicht länger angeschafft werden, sondern können unter Umständen sogar abgebaut werden. Innerhalb der Chaku-Chaku-Linie lassen sich je nach Produkt zudem auch Handarbeitsplätze integrieren. Dies kann ebenfalls dabei helfen teure Maschinen einzusparen oder abzubauen. Da das Beladen und Starten der einzelnen Maschinen an den jeweiligen Arbeitsstationen durch den oder die Mitarbeiter erfolgt, können unterschiedlich schnell bzw. langsam arbeitende Maschinen aufeinander abgestimmt werden. Das führt zu einer verbesserten zeitlichen Koordination ohne unerwünschte Verluste. In diesem Fall muss allerdings eingeplant werden, dass innerhalb der Chaku-Chaku-Linie Stationen für die Zwischenlagerung teilfertiger Produkte einzurichten sind.

Ein weiterer Vorteil beim Chaku-Chaku liegt in der verkürzten Einarbeitungszeit der innerhalb der Fließarbeit beschäftigen Mitarbeiter. Diese müssen in der Regel nur wenig komplexe Aufgabenstellungen bewältigen und sich lediglich um das Be- und Entladen der Maschinen kümmern. Aufwendige Schulungen entfallen genauso wie die Notwendigkeit einer Anstellung von Fachkräften. Auch dies wirkt sich langfristig kostensparend aus.

 

Chaku- Chaku Prinzip

Wo liegen potentielle Nachteile von Chaku-Chaku?

Einige der vorab angesprochenen Vorteile von Chaku-Chaku können unter spezifischen Gesichtspunkten auch als Kritikpunkte angeführt werden. Diesbezüglich wäre zum einen die Monotonie der vom Mitarbeiter geforderten Tätigkeit, die zu stark einseitigen Belastungen und dementsprechend gesundheitlichen Nachteilen führen kann, zu benennen. Da zudem die Arbeitszeiten in der Chaku-Chaku-Linie beschleunigt werden, kommen Stress und physische Belastungen hinzu.

Parallel dazu kann ebenfalls der Verzicht auf ausgebildete Fachkräfte als langfristig problematisch angesehen werden. Mitarbeiter, die in einer Chaku-Chaku-Linie arbeiten, werden oft innerhalb kürzester Zeit eingearbeitet und benötigen für ihre Tätigkeiten in der Regel keine spezifische Ausbildung. Aus Arbeitnehmersicht ist das bedenklich, weil das Lohnniveau sinkt und auch eine Lohnsteigerung nur schwer möglich ist. Zusätzliche Qualifikationen haben auf die individuell vorgesehene Tätigkeit innerhalb der Chaku-Chaku-Linie aus lohnperspektivischer Sicht praktisch keine Auswirkungen. Gerade deshalb setzen sich Gewerkschaften und Betriebsräte häufig gegen eine Umsetzung des Chaku-Chaku-Modells ein.