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OEM-Hersteller und deren Bedeutung in der Industrie

OEM ist im englischen die Abkürzung für Original Equipment Manufacturer. Im Deutschen bedeutet dies in etwa Originalausrüstungshersteller oder Erstausrüster (OEM Hersteller). Dabei hat der Begriff in unterschiedlichen Branchen unterschiedliche Bedeutungen. 

Zum einen bezeichnet man einen Hersteller von Produkten, welche in den eigenen Fabriken gefertigt werden, jedoch nicht selbst in den Handel gebracht werden, als Erstausrüster oder OEM-Hersteller. Zahlreiche Hersteller liefern ihre Produkte zusätzlich zum eigenen Verkauf an andere Firmen, welche diese Produkte unter ihrem Namen verkaufen. Diese Produkte können als OEM-Versionen leicht modifiziert und an die Wünsche des Verkäufers angepasst sein.

In den Branchen Automobil-und Maschinenbau wird der Begriff allerdings gegensätzlich verwendet. Hier werden Unternehmen als OEM bezeichnet, die selbstgefertigte oder fremdbezogene Komponenten zu kompletten Fahrzeugen bzw. Maschinen kombinieren und diese selbstständig am Markt anbieten.

Eine dritte Bedeutung ergibt sich im IT-Sektor. Hier gibt es OEM-Software und OEM-Hardware. Dabei wird die OEM-Software zusammen mit der Hardware vertrieben und ist auch nur mit dieser speziellen Hardware funktionstüchtig. In der Regel ist OEM-Software eine in der Funktionalität eingeschränkte Hauptversion.

OEM-Hersteller

Verkauf von OEM-Produkten

Durch OEM-Fertigung ergeben sich viele Vorteile sowohl für den Verkäufer der Ware als auch für den Hersteller. Vor allem Kostenvorteile entstehen auf beiden Seiten.

Beim Produzenten werden die Kosten für Marketing und Vertrieb gesenkt, oder entfallen gänzlich, wenn ausschließlich OEM-Produkte vertrieben werden. Dies ist durch stetig wachsenden Konkurrenzdruck sehr wichtig, da dadurch mehr Ressourcen für Forschung und Entwicklung, sowie eine qualitativ hochwertige Produktion zur Verfügung stehen.

Dem Verkäufer der Produkte bleiben Kosten für einen eigenständige Produktentwicklung und den Aufbau einer Fertigungstrecke erspart. Dadurch bleiben mehr Ressourcen für Marketing und den Aufbau eines bekannten Namens übrig. Außerdem verkürzt sich die Zeit bis zur Markteinführung (time to market) enorm, da eine aufwendige Eigenentwicklung entfällt und stattdessen auf das Know-How etablierter Produzenten zurückgegriffen wird. Bei steigender Nachfrage können deutlich schneller bestimmte Produktionsvolumina erreicht werden, da die Kapazitäten beim OEM-Hersteller in der Regel schon vorhanden sind und nicht selbst aufgebaut werden müssen.

Ein weiterer Vorteil für den OEM-Hersteller, ist die Erhöhung des Absatzes eines Produktes, ohne dafür große eigene Aufwendungen zu machen. Beispielsweise kann ein Produkt in Deutschland durch die hier ansässige und produzierende Firma selbst verkauft werden, während zusätzlich baugleiche Produkte als OEM-Produkte über fremde Vertriebsfirmen im Ausland verkauft werden. Damit entfallen beim Hersteller auch die Kosten für Ausfuhr durch Zölle und Transport.

Bei eigenständigem Verkauf durch die herstellende Firma ist diese gesetzlich für Gewährleistung und Produkthaftung verantwortlich. Eine Ersatzteilbevorratung ist notwendig. Bei OEM-Produkten entfällt diese Pflicht auf den Händler, wodurch beim Produzenten die Kosten für Lagerhaltung sinken.

Übersicht OEM Herstellung

OEM im Automobil-und Maschinenbau

Vor allem im Automobilsektor übernimmt der Endfertiger den Vertrieb in der Regel selbst. Hier gilt wie bereits erwähnt eine andere Definition für den OEM. Da Automobile und große Maschinen aus vielen Einzelteilen bestehen ist die Anzahl der Zulieferer einzelner Komponenten sehr groß. Es entstehen große Wertschöpfungsketten, wobei die Lieferanten nach sogenannten „Tiers“ (engl: Rang, Stufe) untergliedert werden. Tier 1 Lieferanten sind Hersteller von Systemen, welche direkt an den OEM geliefert werden. Es folgen Tier 2 Lieferanten, Hersteller von Modulen und Komponenten die in der Regel indirekt an den OEM geliefert werden, sowie Rohstoff und Teilelieferanten (Tier 3).

Hauptgrunde für die Fremdfertigung einzelner Bauteile ist die stetig steigende Komplexität von Automobilen oder großen Maschinen. Während Henry Ford 1904 durchaus noch alle Einzelteile in einer Fabrik entwickeln und produzieren lassen konnten, scheint das bei heutigen Automobilen nahezu unmöglich.

Auch ergeben sich Kostenersparnisse für den OEM, beispielsweise kann die Fertigung einzelner Komponenten in Billiglohnländer verlegt werden. Die kostenintensive Entwicklung von Systemen wird Firmen übertragen die in diesen Bereichen bereits Know-How gesammelt haben, wodurch weitere Kosten eingespart werden. In der Regel erhöht sich dadurch auch die Qualität der Endprodukte, da die Systemlieferanten meist auf jahrelange Erfahrungen in ihren jeweiligen Bereichen zurückgreifen können.

Nachteilig ergibt sich dir Abhängigkeit von Zulieferern, da eine Kette stets nur so stark wie ihr schwächstes Glied ist. Unbemerkte Fehler in der Teilefertigung, beispielsweise die mangelnde Biegefestigkeit eines metallischen Einzelteiles können zu großen Fehlern im Endprodukt führen. Auch Engpässe bei den Zulieferern können zu Schwierigkeiten für den OEM führen. Bei Absatzschwächen durch den OEM gilt dies ebenfalls, was zu drastischen Einbußen bei Zulieferern führen kann die nur an OEMs liefern und von deren Nachfrage abhängig sind.